Privatinsolvenz

 

 

Durch die "Privatinsolvenz" bzw. das Verbraucherinsolvenzverfahren besteht für eine überschuldete Privatperson die Möglichkeit eine Entschuldung zu erreichen. Damit können Schuldner innerhalb von 3, 5 oder höchstens 6 Jahren durch das Gericht für schuldenfrei erklärt werden.

 

 

(1) Zunächst muss als Voraussetzung für einen Antrag auf Privatinsolvenz ein außergerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch durchgeführt werden. Dafür ist es unbedingt erforderlich sich einen Überblick über alle Schulden zu verschaffen und alle Gläubiger zu kontaktieren. Daneben ist es wichtig unpfändbares Vermögen zu sichern.

 

 

(2) Im nächsten Schritt erfolgt der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Hier wird durch das Gericht ein erneuter gerichtlicher Schuldenbereinigungsversuch durchgeführt. Scheitert auch dieser wird durch das Gericht ein Treuhänder bestellt, der über das Vermögen des Schuldners bestimmt. Pfändbares Vermögen wird an die Gläubiger verteilt.

 

 

(3) In der Wohlverhaltensperiode wurde das Vermögen durch den Treuhänder bereits verteilt. Das Gericht ordnet nun die sogenannte Restschuldbefreiung an. Diese muss jedoch bereits beim Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt werden. Wenn der Schuldner seinen Wohlverhaltenspflichten nachgekommen ist, erklärt das Gericht durch die Restschuldbefreiung den Schuldner nach 3, 5 oder 6 Jahren für schuldenfrei. Alle Gläubiger verlieren ihre Restforderungen.

 

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